Das SVEA Raumkontrollersystem IRC (Integrated Room Controller) ist ein kostengünstiges und flexibles Automatisierungssystem zur Steuerung der Beleuchtung, des Sonnenschutzes und der Raumtemperatur.
Das System besteht aus dem Basismodul – dem IRC Controller – und daran anschließbaren Erweiterungsmodulen. Für den Betrieb eines IRC Systems sind weiterhin Netzgeräte und ein Busabschluss erforderlich.
Der IRC Controller erlaubt die Anbindung externer Geräte über spezialisierte Bussysteme für die Steuerung der Beleuchtung (DALI) und den Sonnenschutz (SMI). Der Datenaustausch mit Raumbediengeräten erfolgt über eine Standard LON TP/FT-Schnittstelle. Alle weiteren konventionellen Sensoren und Verbraucher werden an die IRC-Erweiterungsmodule angeschlossen.
 Prinzipdarstellung ohne Spannungsversorgung und Terminatoren
In der Standardausführung verfügt der IRC Controller über folgende Schnittstellen:
Ethernet-Schnittstelle (LON-over-IP) zur Vernetzung mehrerer IRC Controller und zur Anbindung übergeordneter Systeme, wie zum Beispiel an die Gebäudeleittechnik
Standard TP/FT-LON-Schnittstelle zum Anschluss von LON-Bediengeräten
Bis zu vier DALI-Schnittstellen zur Ansteuerung von jeweils 64 DALI-Geräten
Alternativ bis zu vier SMI-Schnittstellen (SMI-Schnittstelle in Vorbereitung)
Interner Bus zum Anschluss der IRC-Erweiterungsmodule und des Netzgeräts
EIA-232-Interface zur Gerätekonfiguration
Die Inbetriebnahme und Konfiguration erfolgt sinnvollerweise über die Ethernet-Schnittstelle. Die Logik des IRC-Systems ist frei programmierbar und flexibel für alle Anforderungen. Dabei verfügen die Erweiterungsmodule lediglich über Basisfunktionalitäten, die Intelligenz ist im IRC-Controller abgelegt.
Interne Parameter und Konfigurationen können anwenderfreundlich über ein LNS-Plug-in oder ohne LON spezifische Software per Standard-Internet-Browser eingestellt werden.
Das IRC-System hilft die Integrationskosten zu senken, indem es zeitaufwendige Routinearbeiten überflüssig macht. Mittels einer intelligenten Erkennungsroutine identifiziert der IRC-Controller selbständig die Reihenfolge und den Typ der angeschlossenen IRC-Erweitungsmodule. Das Suchen nach Geräten und das Drücken der Service-Pins gehören damit der Vergangenheit an. Die Initialisierung per Service-Pin ist aber weiterhin optional möglich.
Die bei LON-Geräten sonst üblichen Restriktionen, wie zum Beispiel die Begrenzung auf 15 Adresstabelleneinträge, entfallen. Es können bis zu 512 Netzwerkvariablen gelesen oder gesetzt und die gleiche Anzahl von Zieladressen verwendet werden.
Für das IRC-System wird eine Vielzahl von Erweitungsmodulen angeboten:
Schaltaktor mit vier Hochleistungsrelais (Schließer, 16A) z. B. zum unabhängigen Schalten von vier Steckdosen
Schaltaktor zum unabhängigen Schalten von acht Verbrauchern
Motorsteuereinheit zum unabhängigen Steuern von vier Antrieben
Digitalein- und Ausgangsmodul mit acht Halbleiterausgängen 24 V AC zum unabhängigen Schalten von acht Lastgruppen, insbesondere zur Ansteuerung von thermischen Stellantrieben sowie acht Eingänge zum Anschluss von Geräten mit potenzialfreien Kontakten
Analogeingangsmodule mit acht Analogeingängen zur Messung von Strom-, Spannungs- und Widerstandswerten
Analogausgangsmodul mit acht Analogausgängen zur Strom- und Spannungsausgabe
Die Spannungsversorgung erfolgt über den internen IRC-Bus. Je Verteiler ist ein IRC-Netzgerät vorzusehen. |