Um Ihnen die flexiblen Lösungsmöglichkeiten unserer Geräteapplikationen näher zu bringen wollen wir Ihnen anhand von Binding-Beispielen zeigen, wie einfach unterschiedliche Anforderungen an die Beleuchtungssteuerung realisiert werden können. Basis für diese Beispiele sind die SVEA Standardapplikationen, die in nahezu allen unserer Geräte inzwischen umgesetzt wurden. Um die beschriebenen Funktionen realisieren zu können benötigen Sie also keine gesonderte Hard- oder Software. Sie können frei aus dem SVEA Produktsortiment auswählen. Eine Aufstellung, welche Software-Objekte in welchem Produkt wie oft vorkommen finden Sie in unserem aktuellen LON Katalog (Auszug). Alle Beispiele wurden mit dem LonMaker™ Integrations-Tool erstellt. Die Angaben zum Aufwand umfasst die gesamte Projektierung, d. h. das Anlegen der Geräte, die Erstellung der Funktionsblöcke und Bindings sowie die Übernahme der Standardparameter. Die angegebenen Zeiten für die Erstellung beruhen auf Erfahrungswerten. Je nach Projektgröße, Rechnerleistung und Routine des Ausführenden können diese variieren.
Beispiel 1: Manuelles Schalten-/Dimmen (eine Bedienstelle) Um manuell Beleuchtung zu Schalten oder zu Dimmen ist nur ein Binding erforderlich. Es verbindet die Bedieneinheit (Switch) am nvoSWswitch direkt mit dem Schalt- oder Dimmaktor (Lamp Actuator) am nviLALampValue. Optional kann ein "Feedback-Binding" vom nvoLALampValueFb zum nviSWswitchFb (das gestrichelte Binding) zur Anzeige des aktuellen Betriebszustandes des Aktors genutzt werden. Aufwand: ca. 2 Minuten

Beispiel 2: Manuelles Schalten-/Dimmen (zwei Bedienstellen) Soll die Beleuchtung von mehreren Bedienstellen gesteuert werden, so können die Ausgänge der Bedieneinheiten parallel auf den Eingang des Aktors gebunden werden.
Bei einer Eintastenbedienung (EIN- und AUS-Befehl im Wechsel über eine Taste) oder im Dimm-Betrieb ist das Feedback-Binding unbedingt erforderlich, um die Bedieneinheiten mit dem aktuellen Zustand des Aktors zu synchronisieren. Aufwand: ca. 3 Minuten

Beispiel 3: Bewegungsgesteuerte Beleuchtung Der einfachste Fall einer automatisierten Beleuchtungssteuerung wird durch einen Bewegungssensor (Occupancy Sensor) realisiert. Er gibt seinen Zustand über nvoOSOccupancy an einen Bewegungskontroller (Occupancy Controller) am Eingang nviOCOccupancy weiter. Dieser Kontroller steuert dann über nvoOCLampValue das Schalten der Beleuchtung und die parametrierten Verzögerungszeiten an nviLALampValue. Aufwand: ca. 2 Minuten

Beispiel 4: Bewegungsgesteuerte Beleuchtung mit manueller Bedienung Häufig wird bewegungsgesteuerte Beleuchtung zusätzlich zu einer manuellen Bedienung vorgesehen. In diesem Fall steuern die Bedieneinheit und der Bewegungskontroller den Aktor parallel.
Die automatische Steuerung wird in diesem Fall durch die manuelle Bedienung temporär überschrieben. Aufgrund der durchgehenden Anwesenheit des Nutzers im Raum sendet der Bewegungskontroller keine weiteren Telegramme nachdem er die Bewegung erkannt hat und die manuelle Bedienung hat Priorität.
Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, die Beleuchtung manuell zu Schalten oder zu Dimmen und trotzdem wird sie automatisch nach Verlassen des Raumes abgeschaltet.
Optional kann ein Feedback-Binding (das gestrichelte Binding) zur Anzeige des aktuellen Betriebszustandes des Aktors genutzt werden. Aufwand: ca. 4 Minuten

Beispiel 5: Bewegungsgesteuerte, tageslichtabhängige Regelung mit manueller Bedienung
Als nächste Ausbaustufe kann eine tageslichtabhängige Regelung in die oben beschriebene Funktionalität integriert werden. Hierzu wird lediglich ein zusätzlicher Helligkeitssensor benötigt, der z. B. in unseren LON Multisensoren LA-21 oder ILA-22 enthalten ist. Der erforderliche Regler ist in den SVEA Dimmern bereits integriert.
Der aktuelle Helligkeitswert wird vom Helligkeitssensor (Light Sensor) über nvoLSLuxLevel an den tageslichtabhängigen Regler (Contant Light Controller) am nviCLLuxLevel übergeben. Der Bewegungskontroller aktiviert/deaktiviert den Regler bewegungsabhängig über den nvoOCSetting am nviCLSetting. Der Regler gibt den Beleuchtungswert über nvoCLLampValue an den nviLALampValue des Aktors weiter.
Auch in diesem Beispiel kann manuell in die Beleuchtungssteuerung eingegriffen werden. Dazu wird die Bedieneinheit über den nvoSWsetting und nviCLSetting mit dem Regler verbunden. Mit Schaltbefehlen wird der Regler aktiviert/deaktiviert. Zudem kann über Dimm-Befehle die Beleuchtungstärke beeinflusst werden. Nachdem die Bedienung beendet wurde übernimmt der Regler den aktuellen Helligkeitswert als neuen Sollwert. Dieser bleibt aktiv, bis nach einem Aus-Einschalt-Zyklus der vorgegebene Sollwert wieder gültig wird.
Optional kann ein Feedback-Binding (das gestrichelte Binding) zur Anzeige des aktuellen Betriebszustandes des Aktors genutzt werden. Aufwand: ca. 6 Minuten

Support Falls Sie Fragen zu SVEA LON Komponenten haben oder technische Hilfe benötigen, steht Ihnen unser technischer Support deutschlandweit kostenlos unter 0800 7832227 (0800 SVEABCS) zur Verfügung. Aus dem Ausland wählen Sie bitte die +49 40 278566-27. Oder senden Sie uns eine E-Mail an: support@svea-bcs.de.
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